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80 Jahre Schachclub Frankfurt-West |
Es ist ja schon erstaunlich, wie wenig sogar manche unserer eigenen Vereinskameraden über Chess960 wirklich wissen. Und in vielen anderen Clubs ist das neue Schach zum Teil noch ganz unbekannt.
Manche werfen das noch in einen Topf mit den ein wenig zweifelhaften Erfindungen der Schachjugend wie Tandem-Schach oder Räuberschach, andere stellen sich so eine Art Märchenschach vor, wie es vor einigen Jahren in Mode war, mit neuen Figuren und sechseckigen Brettern, und einige weitere sagen sich einfach, "Kenn ich nicht, will ich nicht, mach ich nicht!". Schade, denn so entgeht ihnen eine ganze Welt des Schachspielens.
Dabei ist die Antwort doch ganz einfach: Chess960 ist das gleiche Schach, wie wir es seit Jahren jeden Freitag abend im Club oder Sonntag nachmittag beim Mannschaftskampf spielen, und es ist noch viel viel mehr.
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Alle Regeln, die wir vor Jahren oder Jahrzehnten gelernt haben, gelten weiterhin: Es gibt einen König, eine Dame, zwei Türme, zwei Läufer, zwei Springer und acht Bauern für jeden Spieler. Der Turm zieht weiter auf den graden Linien, der Läufer auf den diagonalen und die Dame darf beides. Der Springer springt auch in Zukunft seinen kuriosen Rösselsprung und die Bauern träumen von einer Beförderung nach einem Durchmarsch. Auch beim Chess960 wird rochiert und der König steht danach, wie gewohnt, auf g oder c, der Turm dementsprechend auf f oder d. Auch hier darf nicht aus dem Schach oder über ein bedrohtes Feld rochiert werden, man darf durch die Rochade keine Figur schlagen und es darf keine Figur zwischen Start- und Zielfeld stehen. Also alles wie gehabt? Was ist denn überhaupt anders hier? |
Das Einzige, was Chess960 vom bisher gespielten "klassischen" Schach unterscheidet, ist die Grundaufstellung der Offiziere. Diese wird kurz vor der Partie ausgelost. Die Figuren stehen also jedesmal anders auf der Grundreihe, wobei es lediglich folgende Einschränkungen gibt: - die weiße und die schwarze Grundstellung sind
spiegelsymmetrisch Und das war auch schon alles! Nichts ist eingeschränkt,
zu dem klassischen Schach kommen nur 959 weitere Grundstelllungen dazu
- die aber nach den gleichen Regeln gespielt werden, wie sie sich seit
Jahrhunderten bewährt haben. |
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Schach spielen vom allerersten Zug an! Das war die
Idee von Schachlegende Bobby Fischer Wer im letzten August bei der Chess Classic in Mainz die Matches verfolgt hat, konnte beobachten, dass beim Duell Vishy Anand - Alexei Shirov im klassichen Schach innerhalb der ersten zwanzig Sekunden bereits ebensoviele Züge gespielt wurden. Währendessen grübelten nebenan bei der Chess960 Weltmeisterschaft Peter Svidler und Levon Aronian noch über den ersten Zug. |
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