Usbekistan während der Olympiade war eine Reise wert!
Michael Schimmer

Am 18.9. flog ich nach Usbekistan, um mir Land, Leute und die Olympiade anzusehen. Es war ein unvergessliches Erlebnis.

Die ersten Tage verbrachte ich im kleinen, sehr feinen Chiva (siehe Nachtbild) fuhr am 21. mit dem Zug nach Bukhara, wo sich eine Internationale Gruppe (8 NL, 5 D, 1 I plus Reiseleiter aus NL) von Schachspielern nebst einer weiblichen Verstärkung traf.
Bukhara ist mittelgroß und ebenfalls sehr fein, siehe Moschee. Am 23. trafen wir auf dem Hauptplatz des Ortes auf eine Gruppe einheimischer Talente, die wir beim Wettkampf 2 x 15+10 knapp schlagen konnten.

Weiter ging es nach Samarkand. Die 8. Runde der Olympiade rief! Das Gebäude war hervorragend geeignet. Es machte viel Spaß live die Partien zu verfolgen, sich im Zuschauerbereich dieses und jenes anzusehen und - nicht zu vergessen - mit den deutschen Männern gegen Usbekistan 1 zu fiebern. Die Veranstalter hatten sich sehr viel Mühe gegeben um eine tolle Atmosphäre zu schaffen.

Nach Turnierende konnte ich ein Schwätzchen mit einen Spieler aus Äquatorial-Guinea halten. Sein Team schloss sehr gut ab und er bestätigte mir, auch aus Spielersicht war das Turnier sehr schön und gut organsiert.

Die nächsten beiden Tage stand vormittags Kultur für alle auf dem Programm, während man am Nachmittag erneut zur Olympiade konnte. Ich zog es vor, mir das eine oder andere Kulturmonument nochmals in Ruhe anzusehen. Registan-Square, siehe Foto, mit all seinen Gebäuden ist fast alleine eine Reise wert.

Pünklich zur 11. Runde fuhren wir mit dem Zug nach Taschkent, wo wir unsere lokale Reiseleiterin trafen. Sie hatte es nicht ganz leicht mit uns: einerseits gibt es einen sehr schönen alten Bereich der an und für sich die volle Beachtung verdiente, andererseits liefen eben die spannenden Wettkämpfe um die Medaillen, die wir mit einem Auge im Blick behielten.

Niederländer und Deutsche konnten gut mit dem Sieg von Deutschland leben, wobei wir unseren westlichen Nachbarn einen Sieg von van Foreest und damit die Goldmedaille an Brett 2 gegönnt hätten.

Taschkent wurde 1966 von einem sehr schweren Erdbeben heimgesucht, wonach die Stadt komplett neu aufgebaut wurde, was unverkennbar und sehr gut gelungen ist.

Am Montag sahen wir uns besagten modernen Teil an, ehe es nach einer Pause ins Olympische Museum ging, von dort dann 10 Meter weiter zum nächsten Vergleichskampf. Auch dieser ging bei 2 x 15+10 an die niederländisch-deutsch-italienische Freundschaft.

Das folgende Abendessen war von mehreren kurzen Ansprachen umrahmt. Alle waren der gleichen Meinung: Usbekistan ist toll, die Reise war sehr schön und wir hatten viel Spaß!

In den nächsten Tagen sollte ein ausführlicher Bericht bei Chessbase erscheinen, der viele tolle Fotos und Impressionen enthalten wird.